Marcel Hänggi
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Mehr Verkehr (macht mobil)

30/1/2014

 
ENZYKLOPÄDIE ZEITGENÖSSISCHER IRRTÜMER (FOLGE 41): Noch nie bewegten sich die Menschen so wenig wie heute. Ein Tor, wer behauptet, wir würden immer mobiler! – «WOZ Die Wochenzeitung» vom 30. Januar 2014

So unversöhnlich die Positionen in der Verkehrspolitik sind, in einem herrscht Konsens: Die Menschen würden immer mobiler. Was damit zu tun habe, dass Mobilität immer billiger werde. Zu billig, finden manche (hier ist es mit dem Konsens vorbei). Deshalb müsse die Mobilität teurer werden.

Aber das ist Unsinn.

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Das Rad wegerfinden

28/11/2012

 
Von der Wichtigkeit von Techniken 
Technischer Wandel ist kein linearer Vorgang. Ob sich eine neue Technik als Fortschritt herausstellt, hängt meist mehr von gesellschaftlichen als von technischen Faktoren ab. Das zeigt die NZZ-Serie «Alles neu?» anhand von historischen Beispielen auf. Teil VIII meiner monatlichen Technikkolumne in der NZZ.

BildDem Wagen überlegen: das Kamel (c) Wikimedia
«Man soll das Rad nicht neu erfinden», sagt die Redewendung: Das Rad gilt, nebst der (sehr viel älteren) Beherrschung des Feuers, als Grundtechnik menschlicher Zivilisation schlechthin. Für das Feuer ist das gewiss richtig – aber für das Rad?

Viele Kulturen nutzten das Rad nicht oder nicht zu Transportzwecken, darunter die Hochkulturen des präkolumbianischen Amerika (obwohl beispielsweise die Azteken Spielzeugwägelchen kannten). Mehr noch: Der persisch-arabisch-berberische Kulturraum gab die Technik des Warentransports auf Rädern, die er einst gekannt hatte, zugunsten des Kamels für mehr als ein Jahrtausend auf.


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Rote Flaggen

31/10/2012

 
Automobil und Technikangst
Technischer Wandel ist kein linearer Vorgang. Ob sich eine neue Technik als Fortschritt herausstellt, hängt meist mehr von gesellschaftlichen als von technischen Faktoren ab. Das zeigt die NZZ-Serie «Alles neu?» anhand von historischen Beispielen auf. Teil VII meiner monatlichen Technikkolumne in der NZZ.

BildEine vor dem Auto her gehende Person musste den Verkehr warnen. Ein vernünftiges Gesetz!
«Vor jedem nicht von Pferden gezogenen Fahrzeug auf öffentlichen Strassen muss ein Mann gehen, mit einer roten Flagge bei Tag und mit einer Laterne bei Nacht, um den Verkehr vor dem Fahrzeug zu warnen.»

Den Verkehr vor Motorfahrzeugen zu warnen: das erscheint heute, da nicht-motorisierter Verkehr in der Regel gar nicht mehr als «Verkehr» gilt, absurd. Doch genau dies schrieb Grossbritanniens so genannter Red Flag Act (Rote-Flagge-Gesetz) von 1865 vor. Für Autos limitierte dieses Gesetz die Geschwindigkeit auf vier Meilen (6,4 Kilometer) pro Stunde ausser- respektive zwei Meilen pro Stunde innerorts.


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Unter die Räder gerät man

27/9/2012

 
Es geht um Tötungen und Körperverletzungen: Unfallnotizen in Zeitungen spiegeln unseren Umgang mit Gefahren des Strassenverkehrs. – «WOZ Die Wochenzeitung» vom 27. September 2012

Erstes Beispiel: Pressecommuniqué der Stadtpolizei Winterthur vom 5. September 2012:

«Am Dienstagnachmittag, um 13.15 Uhr, verlor eine Velofahrerin bei einem Verkehrsunfall ihr Leben. Ein Chauffeur fuhr mit seinem Lastwagen durch die Landvogt Waser-Strasse und beabsichtigte nach rechts abzubiegen. Die Velofahrerin fuhr in gleicher Richtung. Bei der Einmündung in die Seenerstrasse kam es zur Kollision zwischen den Fahrzeugen, wobei die Velofahrerin unter den Lastwagen geriet.»

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Die blutigste Revolution auf deutschem Boden

16/9/2010

 
Bild
Warum ist es so ein Elend mit dem Autoverkehr? Zwei Autokritiker kommen zu unterschiedlichen Antworten. – Doppelrezension von: Klaus Gietinger: Totalschaden. Das Autohasserbuch und Hermann Knoflacher: Virus Auto. Die Geschichte einer Zerstörung. «WOZ Die Wochenzeitung» vom 16. September 2010

Als ich jüngst verhört wurde, weil eine Autofahrerin, die beinahe meine Kinder überfahren hätte, mich verzeigt hatte (mein Schimpfen hatte sie eingeschüchtert), fragte die Polizistin plötzlich: «Hassen Sie Autos?» Nun, ich habe Kinder, bin Fussgänger und Radfahrer – wie käme ich dazu, Autos nicht zu hassen? Aber es gibt Situationen, da sollte man nicht ehrlich sein.

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Umweltzonen gegen Luftverschmutzung? Flickschusterei!

10/9/2010

 
Kommentar. – «WOZ Die Wochenzeitung» vom 9. September 2010

An zwei von drei Tagen wies die Luft in Lugano diesen Sommer Ozonwerte auf, die über dem Grenzwert lagen – teilweise sogar über dem Doppelten des Grenzwerts. Die Grenzwerte sind in der Luftreinhalteverordnung (LRV) festgeschrieben und verbindlich. Sie dürfen einmal pro Jahr überschritten werden. Eigentlich.

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... der Esel bleibt stehn (oder wird überfahren)

15/2/2010

 
Maschine bedroht Kinder, Faust bedroht Maschine. Und weshalb die Maschine gewinnt: Am Ende bleibt nur die Kapitulation vor den Realitäten der Macht. – «Velojournal» Nr. 1/2010

Tempo-30-Zone. Ein Auto kommt auf der Gegenfahrbahn auf ein Velo mit zwei Kindern im Anhänger zugerast. Das Auto kann gerade noch rechtzeitig bremsen, der Velofahrer beschimpft die Fahrerin und schlägt auf den Rückspiegel, dessen Verschalung zu Boden fällt.

Achtung, Leserinnen und Leser: Dies ist ein subjektiver Bericht. Es ist eine alltägliche Geschichte über Macht, Demütigung und Disziplinierung im Strassenverkehr. Die Autolenkerin wird bestreiten, dass sie zu schnell gefahren sei, die Zeugen stützen die Sicht des Velofahrers. Eine Polizistin schikaniert den Velofahrer, eine neutrale Stelle wird sie dafür rügen. Der Gelackmeierte ist dennoch der Velofahrer. Der Velofahrer bin ich.

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Nicht mehr Zylinder als eine Kuh Zitzen

25/9/2008

 
Das Auto, das durch alle Stummfilme tuckert, hat das Gesicht der USA verändert, der industriellen Produktion - und damit der ganzen Welt. Ein Interview mit dem Automobil-Historiker Kurt Möser. – «WOZ Die Wochenzeitung» vom 25. September 2008
WOZ: Im Film «Big Business» aus dem Jahr 1929 geraten Stan Laurel und Oliver Hardy als Christbaumverkäufer über einen Hausbesitzer in Rage, der keinen Baum kaufen will. Sie beginnen, dessen Haus Stück um Stück zu demolieren - während dieser dasselbe mit Stans und Ollies Auto tut. Es ist ein Model T von Ford. Wofür steht es in diesem Film?
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Kurt Möser: Das Model T wurde bis 1927 produziert, galt aber schon in den letzten Jahren der Produktion als veraltet. Wenn Stan und Ollie 1929 ein Model T fahren, signalisieren sie Unmodernität und vielleicht Armut. Um 1930, als die Weltwirtschaftskrise ihren Tiefpunkt erreichte, beauftragte die US-Regierung die Fotografin Dorothea Lange, die Auswirkungen der Krise zu dokumentieren. Auf ihren Bildern sieht man immer wieder verarmte «Okies», die Ford T fahren.

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Was wäre, wenn ... sich das Elektroauto durchgesetzt hätte?

4/8/2008

 
«NZZ Folio» vom 4. August 2008
BildLohner-Porsche, 1900
Das August-Folio «Was wäre, wenn ...» widmet sich der kontrafaktischen Geschichtsschreibung. Oft hätte nur wenig gefehlt, und eine historische Entwicklung wäre ganz anders verlaufen. 

Auf die Frage einer Journalistin, weshalb die Autoindustrie nicht «umweltfreundlichere» Autos baue, sagte der Chef des Verbands der Deutschen Automobilindustrie im letzten Herbst: «Müsliautos interessieren keinen.»

Nein, mit Herzblut sind die Autobauer noch nicht dabei, wenn es darum geht, vom Verbrennungsmotor wegzukommen. Aber immerhin: Sie arbeiten daran. Elektroautos sind am Kommen.

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Die technische Knacknuss dabei ist der Energietransport. Heutige Batterien können, gemessen an ihrem Gewicht, nur ein Hundertstel soviel Energie speichern wie ein Benzintank. Die Energiedichte von Erdöl ist unschlagbar. Diese ist aber wichtig, wenn man starke, schnelle und schwere Autos bauen will, die mit einmal Tanken viele hundert Kilometer weit fahren können. 

Dabei hätte es anders kommen können. Um 1900 standen drei Antriebsarten miteinander in Konkurrenz: Dampfmaschine, Elektro- und Verbrennungsmotor. Elektroautos dominierten um 1900, und langsam waren sie auch nicht: Das erste Auto, das 100 Stundenkilometer erreichte, war 1899 ein elektrisches.


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Demütige dich selbst

16/2/2006

 
Die Jugendanwaltschaft klagt ein Kind an, nachdem es von einem Auto angefahren worden ist. – «WOZ Die Wochenzeitung» vom 16. Februar 2006

Es gibt einen verräterischen Satz in der Anklageschrift der Jugendanwaltschaft Schaffhausen (JugA) gegen Susanne Koch: «Für Verkehrsteilnehmer war diese Vormarkierung auf der Strasse schlecht erkennbar.» Die Rede ist von einer Stelle der Schaffhauser Emmersbergstrasse, an der sich normalerweise ein Fussgängerstreifen befindet, wo zu dem Zeitpunkt, von dem hier die Rede ist, aber der Belag erneuert wurde, sodass der Streifen lediglich mit Kreidestrichen markiert war. Für FussgängerInnen sind solche provisorischen Markierungen gut sichtbar; «schlecht erkennbar» sind sie einzig für (ortsunkundige) MotorfahrzeugfahrerInnen. Die Formulierung der JugA impliziert: VerkehrsteilnehmerIn ist, wer sich mit Motor bewegt.

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Fetisch darf

3/3/2005

 
Weshalb gibt es kaum Widerstand gegen den alltäglichen Verkehrsterror? Zwei Thesen, vier ExpertInnen. – Geschrieben für den Auto-Schwerpunkt der «WOZ Die Wochenzeitung» vom 3. März 2005 anlässlich des Jubiläums-Autosalons in Genf.

Gebote einer vernünftigen Verkehrserziehung: Lass dich nicht verarschen! Spiele auf der Strasse – sei höflich, wenn ein Auto kommt, und lass es vorbei – aber spiel zuerst dein Spiel zu Ende! Lach den aus, der glaubt, sein Fortkommen sei wichtiger als dein Spiel!

Natürlich geht vernünftige Verkehrserziehung nicht. Ein Viertel der fünfjährigen Kinder in der Stadt und ein Drittel auf dem Land dürfen nicht unbeaufsichtigt ins Freie – in erster Linie, weil die Eltern den Strassenverkehr fürchten. Realistische Verkehrserziehung: Pass auf! Kusche! Sei demütig!

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Stau ist kein Verkehrsproblem

16/10/2003

 
Steigt der Mensch in ein Auto, wird er ein anderes Wesen, sagt Verkehrsexperte Hermann Knoflacher*. Von Appellen hält er wenig. – WOZ Die Wochenzeitung vom 16. Oktober 2003

WOZ: Herr Knoflacher, wie lange wird es das Auto als Hauptverkehrsmittel noch geben?

Hermann Knoflacher: Das hängt von den Politikern ab. Wir sind durch unsere Unkenntnis der menschlichen Natur in eine Falle getappt. Wir zwingen die Menschen mit unseren Strukturen zum Autofahren und beklagen die Folgen. Man macht politische Programme, um die Menschen zum Umsteigen zu bewegen, aber die Bedingungen dafür sind gar nicht gegeben.
Bild
Professor Knoflacher in seinem «Stehzeug». Quelle: Wikipedia

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    Autor

    Marcel Hänggi
    ​

    Journalist und Buchautor
    dipl. Gymnasiallehrer​
    Dr. phil. h.c.
    ​Mitarbeiter Schweizerische Energie-Stiftung
    ​
    Zürich


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