| Die Bücherbeilage NZZ am Sonntag empfiehlt hundert Bücher zur Lektüre, die «die Welt in eine erzählte oder analytische Form [fassen], in der wir sie tiefer erleben und besser verstehen können». Darunter mein Essay: Das Schöne, das verloren geht. Redaktorin Martina Läubli rezensiert mein Buch zusammen mit dem Fotoband Zu den Gletschern der Welt von Daniel Schwartz. Weitere Rezensionen meines Buchs gibt es hier. |
Weitere Ausstellungsbesprechungen:
Am 20. Juni 2026 wanderte ich mit Freund:innen vom Sonnauf- bis zum Sonnenuntergang durch das Sihltal. Wir starteten um 05:30 Uhr am Platzspitz, folgten der Sihl bis zur Hüttner Brugg und gingen von da über den Rossberg zum Bahnhof Biberbrugg. Die Strecke im kühlen Flusstal passte zum heissen Tag – zumindest bis zum steilen und mehrheitlich unbeschatteten Aufstieg zum Rossberg. Eigentlich hatten wir bis Einsiedeln wandern wollen, doch ein paar Pausen, die länger ausfielen als geplant, und die spontane Einladung von Beat und seiner Frau an der Hüttner Brugg liessen uns vom Plan abrücken. Landschaft mit Drumlins in der Sennweid (12:44 Uhr)
Die SVP verspricht Nachhaltigkeit. Dass sie dafür keine glaubwürdige Absenderin ist: geschenkt! Aber brächte eine Annahme denn nicht tatsächlich Entlastung, weil sie das Bevölkerungswachstum bremste? Im Gegenteil: Sie würde den heute sehr guten Nachhaltigkeitsbegriff der Bundesverfassung beschädigen. – Gastbeitrag in der WOZ Die Wochenzeitung vom 4. Juni 2026. Mitte Mai nahm Christoph Mäder, Präsident des Wirtschaftsverbands Economiesuisse, in einem Interview im «Blick» gegen die «10 Millionen»-Initiative der SVP Stellung. Auf die Frage, wie er der Wohnungsnot begegnen würde, forderte er mehr Hochhäuser. Die SVP postete darauf eine Karikatur auf Social Media, die Mäder auf einem mehrstöckigen und überfüllten Hühnerstall zeigt, wo er goldene Eier erntet. Überschrift: «Wirtschaftsboss empfiehlt: Ihr Schweizer müsst halt ins Hochhaus umziehen!» Der Post liess mich an meine echten Hühner denken. Und als Hühnerhalter weiss ich: Mehr Hühner machen mehr Dreck. > weiterlesen auf www.woz.ch (ohne Paywall) Der Irankrieg zeigt einmal mehr drastisch: Eine zentralisierte Energieinfrastruktur mit weltumspannenden Lieferketten ist hochgradig verletzlich und macht abhängig. Noch immer basieren zwei Drittel der Schweizer Energieversorgung auf importiertem Öl und Gas. Mit dem Geld, das wir für fossile Energien ausgeben, finanzieren wir Kriege und autoritäre Regimes. – Blogpost für die Schweizerische Energie-Stiftung vom 15. April 2026 Die Energiedebatte dreht sich fast ausschliesslich um die Angebotsseite: den Ausbau der Energieangebote. Von der Nachfrageseite – dem Sparen – ist viel weniger die Rede. Und wenn, wird Energiesparen auf Massnahmen der (technischen) Effizienz reduziert. Von Energiesuffizienz findet man in der Bundespolitik und der Bundesverwaltung bestenfalls Spuren. Zu Recht? Im Energieartikel der Bundesverfassung ist die «sparsame und rationelle Energienutzung» ein zentrales Ziel. Das Bundesamt für Energie stellt sich auf den Standpunkt, das sei einzig als Bekenntnis zur Energieeffizienz zu verstehen; für eine Suffizienzpolitik fehle eine Rechtsgrundlage. In der Kurzstudie «Energiesuffizienz in Verfassung und Gesetzen» habe ich für die Schweizerische Energie-Stiftung genauer hingeschaut. Fazit: Das Spargebot der Bundesverfassung ist zentral und meint auch Suffizienz. Allerdings verliert sich die Suffizienz immer mehr, je konkreter die Vorschriften werden. > Beitrag von Klaus Ammann auf Radio SRF über die Kurzstudie > Interpellation «Energiesuffizienz hat Potenzial. Warum tut sich der Bund so schwer mit dem Energiesparen?» von Nationalrätin Marionna Schlatter vom 19.12.2025 und Antwort des Bundesrats vom 11.2.2026
Am 21. Juni 1925 stimmten die stimmberechtigten Männer Graubündens für ein Ende des Autoverbots im Kanton. Tom Schimmek von Deutschlandradio hat darüber einen Beitrag gemacht, für den er mit mir gesprochen hat. – «Kalenderblatt», 21. Juni 2025 (Dauer: 5:00).
Am längsten Tag des Jahres wanderte ich heuer mit Freundinnen und Freunden von Zürich nach Luzern, wo ich dieses Jahr ja einen Teil meines Berufsalltags verbracht habe. Wir gingen bei Sonnenaufgang um 05:30 bei der Roten Fabrik los und gelangten über den Albis, durch das Säuliamt, das Reuss- und Rontal über 50 Kilometer und 1100 Höhenmeter nach Luzern, wo wir um 21 Uhr, eine halbe vor Sonnenuntergang, ankamen.
Trockene Sommer mit monsunartigen Niederschlägen: Darauf müssen sich Landwirte wegen der Klimaerwärmung vermehrt einstellen. Was braucht es dafür? Wir haben nach Antworten gesucht. Auf Höfen, bei Forschenden und in der Politik. – Magazin bref, 19. Juni 2025
> Link zum Podcast (47 Minuten) Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte die Schweiz 2024 wegen ihrer unzureichenden Klimapolitik. Jetzt zeigt sich: So billig, wie der Bundesrat hoffte, kann sie sich nicht aus der Affäre ziehen. – Republik vom 12. März 2025 Auch wenn Donald Trump und seine Truppe gerade das Gegenteil demonstrieren: In der Welt der Diplomatie begegnet man sich mit Höflichkeit. So blieb letzte Woche auch das Ministerkomitee des Europarats höflich, als es die Schweizer Stellungnahme zum Entscheid des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) würdigte. > weiterlesen auf republik.ch. Am 28. Februar sprachen wir im Entresol Club über einen Modebegriff: Resilienz. Wir, das waren nebst mir die Ökonomin Deborah Kistler und die Literaturwissenschaftlerin Claudia Keller sowie das Publikum – bei einer Suppe und einem Glas Wein.
Das Heft Nr. 1/2025 der Neuen Wege zum Thema «Rechte der Natur» enthält ein Gespräch der Neue Wege-Redaktion mit Rechtswissenschafterin Fiona Leu, Nationalrätin Marionna Schlatter und mir.
Editorial zum Heft 5/2024 von Umweltrecht in der Praxis (Tagungsband zur Jahrestagung der Vereinigung für Umweltrecht VUR zum Thema «40 Jahre Bundesgesetz über den Umweltschutz»). Für die meisten für Leute, die keine juristische Fachzeitschriften lesen und keine rechtswissenschaftliche Tagungen besuchen, ist Recht etwas Unangenhmes. Die Politik macht Gesetze und wer sich nicht daran hält, muss bestraft werden. Aber an ein Gericht gelangen, um sein Recht einzufordern? Unsympathisch. Das tun Streithähne; die sprichwörtlichen Esel, die stehen bleiben, statt gescheiter zu sein und nachzugeben. Diese Ausgangslage ist für all diejenigen praktisch, die nicht gern zugeben, dass ihnen Umweltvorschriften lästig sind: Statt den Vorschriften selbst greifen sie die Instrumente zu ihrer Durchsetzung an – vom Verbandsbeschwerderecht über Bewilligungsverfahren bis zu Meldepflichten – und bedienen dabei das Narrativ der «Verhinderer», die es zu stoppen gelte. Ein Gespräch mit den Krisenforschern Ewald Frie und Boris Nieswand. – Republik, 29. November 2024. Ewald Frie (links), Boris Nieswand. Herr Frie, Herr Nieswand, Sie erforschen seit vielen Jahren Krisen aller Art. Mal umgekehrt gefragt: Wann ist eine Gesellschaft denn eigentlich in Ordnung? Boris Nieswand: Natürlich nie. Ordnung ist das, was wir als normal empfinden. Das gibt es nie vollständig, aber wenn die Abweichung zu gross wird, empfinden wir es als eine Krise. Ewald Frie: Damit eine Krise herrscht, muss jemand sagen: Da ist ein Problem! Entscheidend ist also nicht die Sache an sich, sondern die Kommunikation darüber. > weiterlesen auf republik.ch. Kurzbesprechung des Films «Automania» von Fabian Biasio – WOZ Die Wochenzeitung vom 14. November 2024 Filmregisseur Fabian Biasio sucht eine Verkehrspsychologin auf. Diese staunt: Ihre Klient:innen kommen sonst, weil ihnen ein Gericht nach einem Strassenverkehrsdelikt den Besuch auferlegt hat, Biasio aber kommt freiwillig. Sein Problem: Er hasst Autos. Er hasst sie wirklich und mit gutem Grund, machen sie ihm als Velofahrer, Fussgänger und Vater doch das Leben schwer. Aber Biasio liebt es, selber Auto zu fahren. Das müsste ihm, meint die Psychologin, doch helfen, für beide Seiten Verständnis zu haben. Am Donnerstag, 7. November, durfte ich an der Universität Luzern im Rahmen der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die kultur- und sozialwissenschaftliche Fakultät einen Festvortrag halten: Die Wochenzeitung WOZ hat den Vortrag am 14. November 2024 gekürzt publiziert. > Der gekürzte Vortrag in der WOZ (paywall) > Der gekürzte Vortrag in der WOZ als PDF > Der ungekürzte Vortrag > Blick ins Buch > «Verfassung bietet gute rechtliche Basis für Klimaschutz». Beitrag im Echo der Zeit auf Radio SRF am 24. Oktober 2024 Une traduction française est prévue. |
AutorMarcel Hänggi Themen
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