Aktuell
 
 
 
Ein bisschen Paradies
 
26. Januar: Kein Strom in Zürichs Innenstadt zur Arbeitszeit. Und plötzlich lauter gut gelaunte Menschen. Ich erinnere mich an 2010: tagelang kein Flugverkehr wegen des Vulkanausbruchs auf Island. Allen gefiel's. März 2006: innert kürzester Zeit einen halben Meter Schnee im Flachland. Skiläufer auf autofreien Hauptstraßen. Vor einigen Jahren in der Gemeinde meiner Jugend: heftiger Regen, Keller unter Wasser, Bahngleise unterspült, die Dorfstraße ein reißender Bach. Das Dorf um Mitternacht voller Menschen, fast Dorffeststimmung. – Wie so eine Einschränkung, nicht Tram fahren zun können, plötzlich zur Befreiung wird, zur Ausrede, zu spät zu kommen, und sei's nur eine Ausrede vor sich selbst. Zweieinhalb Stunden aus der Alltagsroutine befreit. Alles sei still gestanden außer Autos und Handys, schrieb der Tages-Anzeiger am Tag nach dem Blackout. Man stelle sich vor, es wär umgekehrt gewesen: Alles geht außer Autos und Handys. Es wäre ein bisschen Paradies.
 
 
 
Projekt Fortschrittsbuch
 
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Ausgepowert. Das Ende des Ölzeitalters als Chance

»Hänggi bleibt der anregende, weit ausholende, nachdenkliche Autor, den man sich abends gern aufs Nachttischchen legt. Seine zentrale Frage: In welcher Welt wollen wir eigentlich leben? (...) Hänggis Stärke: Er geht nicht nur technisch und politisch ans Thema ran, sondern historisch und auch ein wenig philosophisch. Man erfährt großartige Dinge, etwa dass die Benediktiner nur deshalb technischen Fortschritt anstrebten, um »mehr Zeit zum Beten zu haben«. Dass der Junge dann noch flott schreiben kann, ist auch kein Schaden.«    

Manfred Kiener in »Zeo2« Nr. 3 (August) 2011

 

»Das Kapitel über das Auto ist das Beste, was seit Wolfgang Sachs’ Die Liebe zum Automobil zur Durchdringung der Lebenswelt durch die automobile Kultur zu lesen war. (...) solche Dinge müssen gesagt werden (...) Ein wichtiges Buch, das die Chancen moderner Gesellschaften am Ende des Ölzeitalters beschreibt, Chancen freilich, die nicht wohlfeil sind.«    

Harald Welzer in »Die Zeit« vom 30. Juni 2011

 

»Hänggi stellt die richtigen Fragen. Die meisten Autoren, die sich mit der Energie der Zukunft beschäftigen, gehen noch immer am eigentlichen Thema vorbei. Sie fragen erst gar nicht danach, ob die Höhe des gegenwärtigen Ölverbrauchs wünschenswert ist.«  

Deutschlandradio Kultur am 26. Mai 2011

 

»Schon wieder ein Buch über das Ende des Ölzeitalters? Nein, dieses Buch ist etwas Besonderes.«    

Die Tageszeitung vom 11. Juni 2011

 

»All jenen, die nicht akzeptieren wollen, dass der Zustand der Welt, wie er sich gerade präsentiert, ohne Alternative ist, hat Hänggi mit seinem schnörkellos geschriebenen Buch ein in weiten Teilen scharfsinniges Argumentarium in die Hand gegeben.«    

Neue Zürcher Zeitung vom 3. Mai 2011